Das Karnevalswochenende 2015

Karneval ist nicht nur die fünfte Jahreszeit, sondern auch die Kunst, sich selbst nicht so ernst zu nehmen. Die 65. Session der Närinnen und Narren in Hennen war ein voller Erfolg. Mit dem Prinzenpaar Michael II. und Claudia I. feierten die Hennener Jecken bis in die frühen Morgenstunden.

Unter dem Motto „Hennen feiert im 65. Jahr, „Helle für Lau“ ruft jeder Narr“ starteten die Hennener Karnevalisten, allen voran die Kolpingsfamilie, in ein neues fröhliches Jahr.

Die vielen verschiedenen Gruppen, alleine zwölf  Gruppierungen und „Einzelkämpfer“, sind schon seit Monaten mit Vorbereitungen und Proben beschäftigt. Auch das Festkomitee fing schon früh an, für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen. Wenn das Zelt steht, kommen auch die Verantwortlichen für die Technik, die Helfer beim Aufbau und die vielen andere unsichtbaren helfenden Hände zum Einsatz.

Teil des Hennener Karnevals, Teil der Kolpingsfamilie, zu sein bedeutet auch, Teil einer einzigartigen Gemeinschaft zu sein. Beispiele hierfür gibt es viele. Eines ist, dass Martin Lowinski, Kommandant der Garde, der an Grippe erkrankten Gardetochter Amelie Friedrichs einen Strauß  Blumen vorbeigebracht hatte. Eine Geste, die auch demonstriert, wie gut die neue Konstellation funktioniert.

Die frühere Gardetochter Janina Günzel überließ ihr Amt einer neuen Formation. Drei Gardetöchter und drei Junggardisten erweitern nun die Prinzengarde. Überzeugt haben sie jeden im Festzelt mit einer aufregenden Choreographie.

Die 65. Session war auch eine Session der Überraschungen und Neuerungen.  „Wunder gibt es immer wieder“ – mit diesem Lied betitelte das Prinzenpaar Claudia I. und Michael II. Michael Glowalla, Vorsitzende der Kolpingsfamilie, ist schon seit vielen Jahren im Karneval aktiv. Genau wie seine Frau Claudia. Als Choreographin betreut sie das Jugendtanzkorps. „Ein Prinzenpaar, wie es im Buche steht“, weiß der Sitzungspräsident Günter Braun.

Oft belächelt als die „fünfte Jahreszeit“ ist der Karneval noch viel mehr – eine Lebenseinstellung. „Karneval ist die Kunst, sich selbst nicht so ernst zu nehmen“, ist die Gardetochter Cleo Nittner überzeugt.

Die etwa 800 Närrinnen und Narren, die in diesem Jahr wieder das Hennener Festzelt besucht haben, dürften ihr da zustimmen.

Wenn die Kollegen der Sparkasse in Hennen in roten Hosen und Khaki-Hemd Dschungelcamp-Kandidaten mimen und eine Auszeit von ihren Anzügen nehmen, sieben gestandene Männer als Rotkäppchen verkleidet ihre Hellemäuschen-Show vollbringen oder Maggot anne Theke stolz von ihrer „Miss Wurst 2015“ Auszeichnung in der Kategorie „Feine Grobe“ spricht, weiß man – in Hennen herrscht wieder Ausnahmezustand.

Doch nach den Sitzungen am Freitag- und Samstagabend ist für die meisten das Karnevalswochenende noch nicht vorbei. Der Sonntag steht im Zeichen des Nachwuchses – mit einem bunten Programm öffnet das Festzelt die Pforten für die Kleinsten. Dort geben vorerst zum letzten Mal in diesem Jahr einige Gruppen ihre Show zum Besten. So tritt etwa die Junggarde auf, das große und kleine sowie das Jugendtanzkorps und das neue Kinderprinzenpaar wird gekrönt.

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